Ornithologenstamm

Ornithologenstamm

Beobachtungen austauschen, spannende Referate hören, fachsimpeln, auf Exkursion gehen, gemütlich zusammen sein… all dies bietet unser monatlicher Ornithologenstamm. Offen für alle Vogelfreunde und solche, die es noch werden möchten.

Damit Ihr euch die Ornithologenstamm-Treffen schon jetzt in der Agenda eintragen könnt, hier die Daten für 2024:

Montag, 8. April, 18:30 Uhr
Montag, 6. Mai, 18:30 Uhr
Montag, 3. Juni, 18:30 Uhr
Montag, 1. Juli, 18:30 Uhr
Montag, 7. Oktober, 19:30 Uhr
Montag, 4. November, 19:30 Uhr

Montag, 2. Dezember, 19:30

Details zu den Treffen schicken wir jeweils ein paar Tage vor dem Termin.

Nächster Anlass

Sommerpause!

Wir wünschen allen eine gute Sommerzeit und Erholung
und freuen uns auf unsern nächsten Ornithologenstamm am

07. Oktober, 19:30 im Pallino

 

Kontakt: Rolf Notter   rolfnotter@bluewin.ch

Üblicherweise trifft sich der Ornithologenstamm jeweils am ersten Montag
des Monats.

Separate Einladungen folgen – Newsletter-Interessierte melden sich bitte
bei Rolf Notter.

 

 

 

 

Rückblick und Jahresberichte

Rückblicke

Die vergangenen Aktivitäten des NV Horw aus dem laufenden Vereinsjahr können Sie hier nachlesen:

Hirschkäfer, 18. Juni 2024

Text: Gwen Bessire

Nach einer längeren Regenphase ist einiges los an der Seestrasse. Neben etlichen Sonnenanbetern geniessen auch wir den herrlichen Abend.

Das Thema Hirschkäfer hat viele Interessenten angezogen. Rund 40 Erwachsene durften wir an der Exkursion, die auch auf Birdlife ausgeschrieben worden ist, begrüssen. Unter fachkundiger Führung des Biologen Roman Grafs spazieren wir von der Winkelbadi zum Rüteli. Roman Graf bringt uns die Lebensweise der Hirschkäfer näher. Bis zu 8 Jahren verbringen die Käfer als Larven bevor sie schlüpfen. Mit den an ein Geweih erinnernden Mandiblen kämpfen die Männchen um Weibchen. Die Larven entwickeln sich in den Wurzeln, Stämmen und Stümpfen und sind angewiesen auf durch Pilzbefall zermürbtes Totholz, insbesondere von Eichen. Aus diesem Grund sind die Hirschkäfer selten geworden.


Foto: Gwen Bessire

Nachdem Roman uns auch weitere Käfer gezeigt hat, suchen wir die Umgebung ab nach Käfern. Und haben Glück! Schon bald entdecken wir ein erstes Männchen in der Böschung. Es folgen zwei weitere Männchen und ein Weibchen. Die Käfer werden aus nächster Nähe bestaunt und beobachtet. Und mit der Dämmerung fliegen auch einige der Riesenbrummer herum – fast wie inszeniert.

Zufrieden nach einer sehr gelungenen Exkursion kehren wir nach Hause zurück.

Einheimische Baumarten vor dem aus?!, 14. März 2024

Text: Christina Imobersteg

Veranstalter dieses Anlasses im Chappesaal in Kriens war KriensNatur. Über zwanzig Personen fanden sich ein, um mehr über die Zukunft der Bäume im urbanen Raum zu erfahren. Zu Gast waren der Referent Stefan Rütten, Baumpfleger sowie Spezialist für das Aufspüren des Asiatischen Laubbockkäfers und Ginger, ein Brackenwood invincible, Suchhund gegen Schadorganismen.

Rütten zeigte die enormen Leistungen der Bäume auf: Produktion von Sauerstoff, Verbesserung des Mikroklimas, Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung sowie Lebensraum für unzählige Tiere, Insekten, Pflanzen und Pilze.

Doch die Bäume in der Stadt stehen unter massivem Druck. Besonders die Bodenversiegelung, der Wassermangel und die Hitzeinseln machen ihnen zu schaffen. Dazu kommen Streusalz, mechanische Schäden und Hundeurin. Die Schwächung der Bäume führt dazu, dass Schädlinge ein leichtes Spiel haben. Stefan Rütten ging auch auf den Baumschutz auf Baustellen ein. Oft fehlt der gebührende Abstand. Werden Baumaschinen und sonstiges Material unter den Bäumen deponiert, nehmen Wurzeln und Äste Schaden, die sich oft erst Jahre später zeigen.

Stadtbäume verdienen es, besser behandelt zu werden. Zum Beispiel indem Bäume von Gehwegen getrennt sind. Durchlässige Pflasterungen ermöglichen, dass genügend Wasser versickern kann; ansonsten muss regelmässig bewässert werden. Baumscheiben bepflanzen ist eine weitere Massnahme und nicht zuletzt sollte die Baumartenwahl Rücksicht auf die klimatischen Veränderungen nehmen.

Nach dem Vortrag wurde beim Apéro noch angeregt diskutiert und ausgetauscht.

Stunde der Gartenvögel, 8. und 11. Mai 2024

Text: Christina Imobersteg

Für die Stunde der Gartenvögel waren wir unter kundiger Leitung von Josy Hochstrasser zweimal unterwegs. Am Mittwoch, 8. Mai beobachteten wir am Hofmattweg/Chilegässli und am 11. Mai am Dorfbach, zwischen Horw Zentrum und der Krienserstrasse. Das Wetter war uns wohl gesinnt. Besonders am Mittwoch hatten wir grosses Glück: Erst am Schluss setzte strömender Regen ein. Petrus scheint ein Vogelfreund sein.

Highlight am Mittwoch war das Sommergoldhähnchen, das wir allerdings nur hören aber nicht sichten konnten. Am Samstag präsentierte sich hoch oben auf einem Baum ein Grünfink.

Dass das Brutgeschäft in vollem Gange ist, war klar erkennbar. Unter Dachgiebeln haben sich Haussperlinge eingenistet. In einem Rabenkrähennest in einem Baumwipfel konnten wir sehen, wie eine Rabenkrähe zu Gange war.

Weitere Beobachtungen: Amsel, Buchfink, Girlitz, Kleiber, Kohlmeise, Mönchsgrasmücke, Möwe, Ringeltaube, Stadttaube, Star, Stieglitz, Stockente, Schwarzmilan, Zilpzalp.

Und hoch in den Lüften begleiteten uns die rufenden Mauersegler.

Frühling am Alpnachersee, Vogelexkursion, 28. April 2024

Text: Mathias Mühlemann

Zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich beim Bahnhof Alpnach mit dem Ziel, den Zwergtaucher, den Vogel des Jahres, sowie weitere Vögel im Riedgebiet am Alpnachersee zu Beobachten. Mit den noch verschneiten Bergen und im Laufe des Morgens stärker werdendem Föhn war die Kulisse eindrücklich. Der Wind erschwerte allerdings auch die Beobachtung von Singvögeln.

Es konnten mehre Brutpaare des Zwergtauchers beobachtet werden. Ingrid informierte über die Geschichte des Gebietes und zeigte auf, wie Veränderungen an den Zuflüssen die Entwicklung des Bestandes beeinflussten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten ihrerseits Wissen ein. So wurde zum Beispiel erklärt, dass  bereits ein kleiner Genfluss zwischen der Population in Afrika und der europäischen Population ausreichen kann, dass nicht zwei Unterarten entstehen.

Höhlenbäume suchen und sichern, 9. März 2024

Text: Anna Stäubli, Christina Imobersteg

20 Erwachsene und 8 Kinder trafen sich im Naturerlebnisgebiet Allmend, um Höhlenbäume zu suchen. Bereits beim Anmarsch ins Gebiet wurden wir von einem rufenden Grünspecht begrüsst. Zuerst gab es von Brigitte eine Einführung für die Kinder, die für die Erwachsenen ebenso informativ war: Der Beginn einer Höhle und wer alles im Verlaufe der Zeit davon profitiert. Von Specht, Siebenschläfer, Kleiber, Meisen, Fledermäuse bis Fliegen. Dies zeigt, wie wertvoll diese Wohnungen für die Waldtiere sind und diese Bäume geschützt werden müssen, damit sie dem Holzschlag nicht zum Opfer fallen.

Die Kinder und ihre Begleitpersonen gingen mit Brigitte dann eigene Wege. Anna führte nach einigen Informationen den grossen Rest der Gruppe ins Vorgehen bei der Suche ein. Das Durchsuchungsgebiet umfasste den Wald im nördlichen Teil des Naturerlebnisgebietes, der vor kurzem unter Schutz gestellt wurde.

Das Wetter war eher trübe und die Sichtverhältnisse nicht optimal, um die gesuchten Spuren an den Bäumen zu entdecken. Dennoch fanden sich von blossem Auge und mit Feldstecher einige eindrückliche Baumlöcher. Anna registrierte sie mit einem GPS-Gerät, damit die Funde in einem Inventar festgehalten werden können. In knapp 1½ Stunden Suche konnten über 30 Höhlen- und Biotopbäume gefunden werden. Neben dem eingangs erwähnten Grünspecht wurden von einigen auch ein Buntspecht und ein Schwarzspecht im Gebiet gesichtet.

Abschliessend war die ganze Gruppe zum offerierten, reichhaltigen Zvieri wieder vereint.

Jahresberichte

Jahresbericht 2023

Ältere Jahresberichte sind auf Anfrage verfügbar.