Ornithologenstamm – jeweils am 1. Dienstag des Monats

 

Ornithologenstamm

Beobachtungen austauschen, spannende Referate hören, fachsimpeln, auf Exkursion gehen, gemütlich zusammen sein… all dies bietet unser monatlicher Ornithologenstamm.

Offen für alle Vogelfreunde und solche, die es noch werden möchten.

Nächster Ornithologenstamm:

Sommerpause bis:
Dienstag, 5. Oktober 2021

 

Kontakt: Rolf Notter
rolfnotter@bluewin.ch

Üblicherweise trifft sich der Ornithologenstamm jeweils am ersten Dienstag
des Monats.

Separate Einladungen folgen – Newsletter-Interessierte melden sich bitte
bei Rolf Notter.

 

 

 

 

Rückblick und Jahresberichte

Rückblicke

Die vergangenen Aktivitäten des NV Horw aus dem laufenden Vereinsjahr können Sie in chronologischer Reihenfolge nachlesen:

25. April 2021: Morgenkonzert

Text: Brigitte Ammann, Bilder: Gwen Bessire

Konzertbeginn 5 Uhr morgens,
Parkplatz bei der Post im Zentrum von Horw.

Ein Konzert? In Pandemie-Zeiten? Ja! Die Zuhörer*innen waren mit Hygiene-Masken und Schutzkonzept ausgerüstet und die Sänger (ausschliesslich männlich…) hielten sich in gebührendem Abstand an die Reviergrenzen. Bis zum „Chiletöbeli“ dominierten die Amseln so stark, dass die feineren Gesänge von Rotkehlchen und Hausrotschwänzchen untergingen. Erst zwischen den grossen Bäumen am Anfang der Steigung war es dann möglich stereo (links und rechts des Weges) dem Rotkehlchengesang zu lauschen. Hier konnten wir auch auf geringe Distanz einen Sänger sehen.
Wenig später setzte der Zaunkönig mit seinen kraftvollen Trillern ein und der Girlitz war mit seiner rostigen Velokette unterwegs. Während eine Fledermaus über unseren Köpfen jagte und ein Reh am Waldrand zu uns rüber linste, liess sich schon der nächste Kandidat hören: der Gartenbaumläufer. Nachdem auch die Mönchsgrasmücke, der Buchfink, der Zilpzalp und die Ringeltaube ihren Einsatz hatten, konnten wir zwei Rabenkrähen beobachten, die einen Waldkauz attackierten. Unterdessen zeigten sich schon die ersten Sonnenstrahlen und der Amselgesang verstummte.

Ein Rotmilan erkundete in geringer Flughöhe das Hühnergehege der Familie Studhalter – und flog zum Glück ohne Hühnerfrühstück wieder weg. Mit Haussperling, Blaumeise, Bachstelze und Star erweiterte sich unsere Liste der beobachteten Vogelarten. In Studhalters Scheune waren die Rauchschwalben schon sehr aktiv. Und eine eben erst zurückgekehrte Mehlschwalbe erkundete die (Kunst-) Nester an der Aussenseite mit aufgeregtem Gezwitscher.

Im Dickiwald kamen Tannen-, Kohlmeise und Eichelhäher dazu. Übers Birrholz und Dorni ging’s zurück, weiterhin begleitet vom Ruf des Zilpzalps und des Gartenbaumläufers. So beendeten wir unseren Konzertbesuch. Nächste Aufführung morgen, ab 5 Uhr…

8. Mai 2021: Entbuschen

Text: Peter Stohler, Bilder: Sonja Rindlisbacher

Abschluss der Frühjahrspflegearbeiten im Steinibachwald.

Bei herrlichem Wetter treffen sich sechs Teilnehmer bei der Post zur Fahrt nach Griesigen. Nachdem die Werkzeuge verteilt und die Motorsägen startklar waren, gabs kein halten mehr. In der zum Auslichten angezeichneten Fläche wurde es immer heller, dafür die Asthaufen immer grösser.


Zum Znüni hat uns Käthy, wie immer mit warmem Getränk , Faustbrot, Kaffee und etwas Süssem überrascht. Gestärkt haben wir bis Mittag weiter gearbeitet.Mit diesem Einsatz sind die Arbeiten für Winter 2020/2021 abgeschlossen. Auf ein Wiedersehen im Herbst.

22. Mai 2021: Naturreich Horw

Text: Susanna Geissbühler

An diesem Samstagvormittag trafen sich elf Personen auf dem Gemeindehausplatz, um sich die aufgewerteten Flächen nördlich und südlich der Fussgängerbrücke anzuschauen.

Christina, die neue Co-Präsidentin des NV Horw, begrüsste die Teilnehmenden zu dieser Exkursion.

Gwen gab einen Einblick in die Entstehung und die Ziele des Projekts und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Horw. Ziel des Projekts ist die Förderung der Biodiversität im Siedlungsgebiet. Mit den im letzten Frühjahr aufgewerteten Flächen soll modellhaft gezeigt werden, welche Massnahmen in Gärten oder auf Balkonen mit einfachen Mitteln umsetzbar sind.

Auf einem kleinen Rundgang zeigte Susanna verschiedene Aufwertungsmassnahmen, so z.B. eine artenreiche Wiese, einen Hochstaudensaum, eine Ruderalflur und Kletterpflanzen, aber auch Strukturen wie Steinhaufen, Wurzelstöcke und Sandlinsen oder Nisthilfen für Wildbienen. Sie erläuterte exemplarisch, welche Pflanzen und Tiere durch diese Massnahmen gefördert werden und welche Pflegemassnahmen allenfalls notwendig sind.

Das Projekt hat einen mehrstufigen Ansatz. Christina weist darauf hin, dass interessierte Personen mit einem Garten oder Balkon den NV Horw für eine unverbindliche Erstberatung vor Ort anfragen können. Seit dem Start der Beratungen im Herbst 2020 konnte der NVH bereits ein paar sehr unterschiedliche Beratungen durchführen. Zwei der Teilnehmenden fragten im Anschluss an die Exkursion für eine solche Beratung an.

Anhand einer Auswahl von Büchern und Broschüren zeigte Christina auf, dass es zum Thema naturnaher Garten und Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum einige interessante und schöne Unterlagen gibt, welche sich für Autodidakt*innen eignen.

Fledermäuse, 19. Juni 2021

Text: Brigitte Ammann

Zusammen mit unseren Jüngsten, der Kindergruppe Buntspecht, erkundeten wir das geheime Leben der Fledermäuse. Und es fing schon geheimnisvoll an: Der Buntspecht, das Maskottchen der Kindergruppe, präsentierte seine Fledermausschachtel. Hier hatte er Dinge hineingelegt, die etwas mit den Fledermäusen zu tun haben. Aber… was haben eine Zündholzschachtel, ein Zuckersäckchen, ein Pack Spaghetti, eine Feder, ein Kalenderbild von Bergen oder ein Telefonbuch mit Fledermäusen zu tun?

Nach und nach erfuhren die 18 Kinder und 21 Erwachsenen viel Spannendes über die heimlichen Flatterer und manches, das der Buntspecht in die Schachtel gelegt hatte, machte plötzlich Sinn. Zum Beispiel dass eine Zwergfledermaus mit zusammengefalteten Flügeln in eine Zündholzschachtel passt und gleich schwer ist, wie das Zuckersäckchen. Oder dass Johanna, wenn sie eine Fledermaus wäre, sieben Kilo Spaghetti pro Nacht essen müsste.

Da Maja Haldemann, die lokale Fledermausschützerin der Gemeinde Horw, ebenfalls dabei war, konnten wir gleich einen „Ernstfall“ üben: Was tun, wenn ich eine Fledermaus gefunden habe?

Nach ein paar Spielen und dem Basteln eines Minibooks machten wir uns auf den Rückweg. Dieses Mal waren wir ausgerüstet mit Fledermausdetektoren, welche die Ortungsrufe der Fledermäuse für uns hörbar machen. Ganz am Schluss des Abends war es schliesslich genug dunkel und die Fledermäuse zeigten sich am Himmel und konnten beobachtet werden.

Neuntöter am Sonnenberg, 11. Juli 2021

Text: Mathias Mühlemann

Bei freundlichem Wetter machten wir uns auf die Suche des Vogels mit dem „gfürchigen“ Namen.

Früher glaubte man, der Neuntöter würde vor dem Verzehren immer zuerst neun Beutetiere aufspiessen. Tatsächlich spiesst er öfters Beutetiere zum Zerlegen oder als Vorrat auf Dornen auf. Deshalb ist er auf Dornhecken und auf ein genügend grosses Angebot an Beutetieren und damit auf eine extensive Bewirtschaftung angewiesen.

Wir – insgesamt acht Personen – wanderten mit wachsamen Augen und Ohren ab Station Zumhof mit einigen Abstechern zu günstigen Hecken auf den Sonnenberg. Nach der Sichtung von fütternden Rauchschwalben, kreisenden Mäusebussarden, Rot- und Schwarzmilanen und zwei Grünspechten konnten wir an einem schönen Aussichtspunkt etwas Östlich der Bergstation ausgiebig ein Pärchen Neuntöter beobachten.

Noch während wir das Männchen betrachteten tauchte Richtung Kriens ein Wanderfalke auf. Wir wurden Zeugen eines erfolgreichen Angriffs auf eine Taube. Der Falke flog anschliessend mit der geschlagenen Taube nach Kriens.

Im Waldstück oberhalb der Bergstation lauschten wir noch einigen Vogelstimmen. Mit dem Bähnli gelangten wir dann wieder nach Kriens.

Jahresberichte

Was wir in den vergangenen Jahren gemacht haben, können Sie in den Jahresberichten nachverfolgen:

Jahresbericht 2020
Jahresbericht 2019
Jahresbericht 2018
Jahresbericht 2017
Jahresbericht 2016