Ornithologenstamm – jeweils am 1. Dienstag des Monats

Ornithologenstamm

Beobachtungen austauschen, spannende Referate hören, fachsimpeln, auf Exkursion gehen, gemütlich zusammen sein… all dies bietet unser monatlicher Ornithologenstamm.

Offen für alle Vogelfreunde und solche, die es noch werden möchten.

Nächster Ornithologenstamm:

Dienstag, 7. Dezember 2021
Wegen der aktuellen Corona-Situation ist dieser Anlass abgesagt.

Und jetzt ist Winterpause…
Wir treffen uns wieder zu einer Exkursion am 5. April 2022

Kontakt: Rolf Notter
rolfnotter@bluewin.ch

Üblicherweise trifft sich der Ornithologenstamm jeweils am ersten Dienstag
des Monats.

Separate Einladungen folgen – Newsletter-Interessierte melden sich bitte
bei Rolf Notter.

 

 

 

 

Rückblick und Jahresberichte

Rückblicke

Die vergangenen Aktivitäten des NV Horw aus dem laufenden Vereinsjahr können Sie in chronologischer Reihenfolge nachlesen:

25. April 2021: Morgenkonzert

Text: Brigitte Ammann, Bilder: Gwen Bessire

Konzertbeginn 5 Uhr morgens,
Parkplatz bei der Post im Zentrum von Horw.

Ein Konzert? In Pandemie-Zeiten? Ja! Die Zuhörer*innen waren mit Hygiene-Masken und Schutzkonzept ausgerüstet und die Sänger (ausschliesslich männlich…) hielten sich in gebührendem Abstand an die Reviergrenzen. Bis zum „Chiletöbeli“ dominierten die Amseln so stark, dass die feineren Gesänge von Rotkehlchen und Hausrotschwänzchen untergingen. Erst zwischen den grossen Bäumen am Anfang der Steigung war es dann möglich stereo (links und rechts des Weges) dem Rotkehlchengesang zu lauschen. Hier konnten wir auch auf geringe Distanz einen Sänger sehen.
Wenig später setzte der Zaunkönig mit seinen kraftvollen Trillern ein und der Girlitz war mit seiner rostigen Velokette unterwegs. Während eine Fledermaus über unseren Köpfen jagte und ein Reh am Waldrand zu uns rüber linste, liess sich schon der nächste Kandidat hören: der Gartenbaumläufer. Nachdem auch die Mönchsgrasmücke, der Buchfink, der Zilpzalp und die Ringeltaube ihren Einsatz hatten, konnten wir zwei Rabenkrähen beobachten, die einen Waldkauz attackierten. Unterdessen zeigten sich schon die ersten Sonnenstrahlen und der Amselgesang verstummte.

Ein Rotmilan erkundete in geringer Flughöhe das Hühnergehege der Familie Studhalter – und flog zum Glück ohne Hühnerfrühstück wieder weg. Mit Haussperling, Blaumeise, Bachstelze und Star erweiterte sich unsere Liste der beobachteten Vogelarten. In Studhalters Scheune waren die Rauchschwalben schon sehr aktiv. Und eine eben erst zurückgekehrte Mehlschwalbe erkundete die (Kunst-) Nester an der Aussenseite mit aufgeregtem Gezwitscher.

Im Dickiwald kamen Tannen-, Kohlmeise und Eichelhäher dazu. Übers Birrholz und Dorni ging’s zurück, weiterhin begleitet vom Ruf des Zilpzalps und des Gartenbaumläufers. So beendeten wir unseren Konzertbesuch. Nächste Aufführung morgen, ab 5 Uhr…

8. Mai 2021: Entbuschen

Text: Peter Stohler, Bilder: Sonja Rindlisbacher

Abschluss der Frühjahrspflegearbeiten im Steinibachwald.

Bei herrlichem Wetter treffen sich sechs Teilnehmer bei der Post zur Fahrt nach Griesigen. Nachdem die Werkzeuge verteilt und die Motorsägen startklar waren, gabs kein halten mehr. In der zum Auslichten angezeichneten Fläche wurde es immer heller, dafür die Asthaufen immer grösser.


Zum Znüni hat uns Käthy, wie immer mit warmem Getränk , Faustbrot, Kaffee und etwas Süssem überrascht. Gestärkt haben wir bis Mittag weiter gearbeitet.Mit diesem Einsatz sind die Arbeiten für Winter 2020/2021 abgeschlossen. Auf ein Wiedersehen im Herbst.

22. Mai 2021: Naturreich Horw

Text: Susanna Geissbühler

An diesem Samstagvormittag trafen sich elf Personen auf dem Gemeindehausplatz, um sich die aufgewerteten Flächen nördlich und südlich der Fussgängerbrücke anzuschauen.

Christina, die neue Co-Präsidentin des NV Horw, begrüsste die Teilnehmenden zu dieser Exkursion.

Gwen gab einen Einblick in die Entstehung und die Ziele des Projekts und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Horw. Ziel des Projekts ist die Förderung der Biodiversität im Siedlungsgebiet. Mit den im letzten Frühjahr aufgewerteten Flächen soll modellhaft gezeigt werden, welche Massnahmen in Gärten oder auf Balkonen mit einfachen Mitteln umsetzbar sind.

Auf einem kleinen Rundgang zeigte Susanna verschiedene Aufwertungsmassnahmen, so z.B. eine artenreiche Wiese, einen Hochstaudensaum, eine Ruderalflur und Kletterpflanzen, aber auch Strukturen wie Steinhaufen, Wurzelstöcke und Sandlinsen oder Nisthilfen für Wildbienen. Sie erläuterte exemplarisch, welche Pflanzen und Tiere durch diese Massnahmen gefördert werden und welche Pflegemassnahmen allenfalls notwendig sind.

Das Projekt hat einen mehrstufigen Ansatz. Christina weist darauf hin, dass interessierte Personen mit einem Garten oder Balkon den NV Horw für eine unverbindliche Erstberatung vor Ort anfragen können. Seit dem Start der Beratungen im Herbst 2020 konnte der NVH bereits ein paar sehr unterschiedliche Beratungen durchführen. Zwei der Teilnehmenden fragten im Anschluss an die Exkursion für eine solche Beratung an.

Anhand einer Auswahl von Büchern und Broschüren zeigte Christina auf, dass es zum Thema naturnaher Garten und Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum einige interessante und schöne Unterlagen gibt, welche sich für Autodidakt*innen eignen.

Fledermäuse, 19. Juni 2021

Text: Brigitte Ammann

Zusammen mit unseren Jüngsten, der Kindergruppe Buntspecht, erkundeten wir das geheime Leben der Fledermäuse. Und es fing schon geheimnisvoll an: Der Buntspecht, das Maskottchen der Kindergruppe, präsentierte seine Fledermausschachtel. Hier hatte er Dinge hineingelegt, die etwas mit den Fledermäusen zu tun haben. Aber… was haben eine Zündholzschachtel, ein Zuckersäckchen, ein Pack Spaghetti, eine Feder, ein Kalenderbild von Bergen oder ein Telefonbuch mit Fledermäusen zu tun?

Nach und nach erfuhren die 18 Kinder und 21 Erwachsenen viel Spannendes über die heimlichen Flatterer und manches, das der Buntspecht in die Schachtel gelegt hatte, machte plötzlich Sinn. Zum Beispiel dass eine Zwergfledermaus mit zusammengefalteten Flügeln in eine Zündholzschachtel passt und gleich schwer ist, wie das Zuckersäckchen. Oder dass Johanna, wenn sie eine Fledermaus wäre, sieben Kilo Spaghetti pro Nacht essen müsste.

Da Maja Haldemann, die lokale Fledermausschützerin der Gemeinde Horw, ebenfalls dabei war, konnten wir gleich einen „Ernstfall“ üben: Was tun, wenn ich eine Fledermaus gefunden habe?

Nach ein paar Spielen und dem Basteln eines Minibooks machten wir uns auf den Rückweg. Dieses Mal waren wir ausgerüstet mit Fledermausdetektoren, welche die Ortungsrufe der Fledermäuse für uns hörbar machen. Ganz am Schluss des Abends war es schliesslich genug dunkel und die Fledermäuse zeigten sich am Himmel und konnten beobachtet werden.

Neuntöter am Sonnenberg, 11. Juli 2021

Text: Mathias Mühlemann

Bei freundlichem Wetter machten wir uns auf die Suche des Vogels mit dem „gfürchigen“ Namen.

Früher glaubte man, der Neuntöter würde vor dem Verzehren immer zuerst neun Beutetiere aufspiessen. Tatsächlich spiesst er öfters Beutetiere zum Zerlegen oder als Vorrat auf Dornen auf. Deshalb ist er auf Dornhecken und auf ein genügend grosses Angebot an Beutetieren und damit auf eine extensive Bewirtschaftung angewiesen.

Wir – insgesamt acht Personen – wanderten mit wachsamen Augen und Ohren ab Station Zumhof mit einigen Abstechern zu günstigen Hecken auf den Sonnenberg. Nach der Sichtung von fütternden Rauchschwalben, kreisenden Mäusebussarden, Rot- und Schwarzmilanen und zwei Grünspechten konnten wir an einem schönen Aussichtspunkt etwas Östlich der Bergstation ausgiebig ein Pärchen Neuntöter beobachten.

Noch während wir das Männchen betrachteten tauchte Richtung Kriens ein Wanderfalke auf. Wir wurden Zeugen eines erfolgreichen Angriffs auf eine Taube. Der Falke flog anschliessend mit der geschlagenen Taube nach Kriens.

Im Waldstück oberhalb der Bergstation lauschten wir noch einigen Vogelstimmen. Mit dem Bähnli gelangten wir dann wieder nach Kriens.

Besuch bei den Bienen, 21. August 2021

Text: Peter Stohler, Bilder: Sonja Rindlisbacher

Am Morgen hat Imker Bruno einen Bienen-Parkour zwischen Bruust und Cholhüttli  eingerichtet. Beim Treffpunkt hatten sich sieben Teilnehmer eingefunden. Somit konnte unter der Leitung von Imker Otto gestartet werden. Bei jeder Bienenwabe hatte er spannendes zu erzählen und unsere Fragen zu beantworten.

Beim Cholhüttli angelangt. war der Tisch bereits gedeckt und einem gemütlichen Zusammensein stand nichts mehr im Wege.

Zum Abschluss hat Bruno den Teilnehmern schöne Bienenwachskerzen geschenkt. Danke, es war, bei herrlichem Wetter, ein spannender und lehrreicher Tag.

Vögel und Glas, 16. September 2021

Text: Christina Imobersteg

Fünf Interessierte liessen sich vom garstigen Wetter, dem Verkehrschaos und von der neuer Zertifikatspflicht nicht abhalten und fanden den Weg in den Singsaal Hofmatt. Belohnt wurden sie mit einem packenden, anschaulichen Vortrag von Roman Furrer über die Gründe, warum Vögel Glasscheiben nicht sehen können und welche baulichen Situationen gefährlich für sie sind.
Er berichtete auch über Ergebnisse aus der Forschung. Beispielsweise wurden verschiedene Arten von Glas und Glasbeschichtungen getestet. Anhand des Anschauungsmaterials erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein konkretes Bild. Eine lebhafte Diskussion rundete den lehrreichen Abend ab.

Schnecken in unserer Umgebung, 16. Oktober 2021

Text: Susanna Geissbühler

Bei angenehmem Herbstwetter trafen sich sechs Personen, um mehr über die Lebensweise der Schnecken zu erfahren.

Nach einer kurzen Einführung machten wir uns im Bireggwald auf die Suche nach Schnecken. Die ersten Funde liessen nicht lange auf sich warten. Neben verhältnismässig grossen Gehäuseschnecken wie Weinbergschnecke, Gartenschnirkelschnecke, Gefleckte Schnirkelschnecke, Rötliche Laubschnecke und Riemenschnecke fanden sich auch kleinere Arten wie Gefleckte Schüsselschnecke, Weitmündige Glanzschnecke und natürlich auch Nacktschnecken wie Tigerschnegel, Baumschnegel und Wurmschnecke.

Die Teilnehmenden erfuhren, wie Schnecken aufgebaut sind, wann sie aktiv sind, was und wie sie fressen, wie sie sich vermehrt und welche Bedeutung Schnecken beim Abbau von organischem Material haben.

Bei der anschliessenden Suche in einem Krautsaum fanden wir zahlreiche Gehäuse der Genabelten Strauchschnecke. Schnecken kommen auch an trockenen Standorten vor. Um nicht zu vertrocknen, machen sie bei grosser Hitze und Trockenheit in ihrem Gehäuse eine Sommerruhe.

Unseren Rundgang schlossen wir am Gewässer ab, da, wo die Schnecken entwicklungsgeschichtlich herstammen. Auch am und im Wasser leben Schnecken, so z.B. Bernsteinschnecken oder Tellerschnecken.

Spaziergang zu Stechpalmen, 14. November 2021

Text: Sonja Rindlisbacher

Trotz dem etwas trüben Wetter, zum Glück blieb es trocken, haben sich zehn gut gelaunte, neugierige Personen in Ebikon eingefunden. Ein gut 5km langer Rundgang wartete auf sie.

Begonnen hat es nicht mit einer Stechpalme. So wurden kleine Teile von der Steineiche herumgereicht. Plinius der Ältere glaubte nämlich, dass die Stechpalme eine Abart der Steineiche Quercus ilex sei und nannte sie dann Ilex aquifolium.

Beim ersten Halt ging es darum, wo und unter welchen Bedingungen Stechpalmen am besten wachsen. Sofern es nicht zu trocken ist, dürften die Stechpalmen von den wärmer werdenden Wintern profitieren, da sie dann durch die immergrünen Blätter länger Photosynthese machen können als laubabwerfende Arten. Bei den weiteren Halten ging es um Heterophyllie, also Blätter mit und ohne Stacheln. Oder darum wie wenig Hollywood (trotz dem Namen Holly) mit Stechpalmen zu tun hat. Es ging auch um Geschlechter, resp. männliche und weibliche Pflanzen. Im Sädelwald begrüssten wir eine Stechpalme mit 97cm Stammumfang (auf 130cm Höhe gemessen). Beim sonnigen Waldrand des Chräjebühlwaldes reihten sich etliche schöne Exemplare aneinander, als auch eine mit über 80cm Stammumfang. Dort machten wir eine Tee-Pause. So gab es Tee von unserer einheimischen Stechpalme (Ilex aquifolium) zu probieren. Dieser ist bekömmlich, trotz dem alle Pflanzenteile leicht giftig sind. Auch vom südamerikanischen Yerba Maté Tee (Ilex paraguariensis) haben wir getrunken. Bei weiteren „Ilex“-Tees mussten wir uns mit Portraits begnügen. Die Dose Wachtraumtee (Ilex guayusa) war nur so zu Anschauungszwecken dabei… es sollte nachher niemand deswegen ein schlaflose Nacht haben.

Beim Hof Fuchshüni gab es Bilder zu Weihnachten resp. Wintersonnenwende und zu Palmsonntags-Buschen zu sehen. Die dortige prächtige freistehende Stechpalme werde, sobald der Frost die Beeren bekömmlicher gemacht habe, reichlich von Vögeln als Futterbaum besucht, hat uns der Bauer gesagt.

Holzen und Gebietspflege, 30. November 2021

Text: Peter Stohler

Mit dem November-Einsatz haben wir die Pflegearbeiten im Gebiet Steinibach für das Jahr 2021 abgeschlossen.
An sechs Samstagen haben 13 Mitglieder des Natur und Vogelschutzvereins 152 Stunden Fronarbeit geleistet. Dabei haben wir vor allem Holzerarbeiten ausgeführt.
Allen die zum unfallfreien Gelingen mitgeholfen haben, recht herzlichen Dank!
Er würde uns freuen, wenn wir auch nächstes Jahr auf euch zählen können.

Jahresberichte

Was wir in den vergangenen Jahren gemacht haben, können Sie in den Jahresberichten nachverfolgen:

Jahresbericht 2020
Jahresbericht 2019
Jahresbericht 2018
Jahresbericht 2017
Jahresbericht 2016